Das „Netz 2020“ geht an den Start

Mehr, kürzer, besser – das sind die Attribute des neuen Fahrplanes, den die BOGESTRA und die Stadt Bochum unter dem Titel „Netz 2020“ am 15. Dezember an den Start bringen. Konkret bedeutet das den umfangreichsten Fahrplanwechsel der fast 125-jährigen BOGESTRA-Geschichte mit mehr Direktverbindungen, kürzeren Taktungen und verbesserten Anschlüssen.

So werden zum Beispiel mehr als 50 neue Haltestellen eingerichtet, die Betriebszeiten werden verlängert, und es gehen drei neue Straßenbahnlinien an den Start, sodass insgesamt acht Straßenbahnlinien sowie die CampusLinie U35 im Einsatz sein werden. Die Linie 305 ergänzt die 310 im 30-Minuten-Takt auf einer Strecke vom S-Bahnhof Langendreer über Laer, Altenbochum und den Hauptbahnhof bis nach Höntrop.

15. Dezember: Start des neuen Fahrplanes der BOGESTRA
21. Dezember: Freies Fahren im gesamten Stadtgebiet

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.wirbringendichhin.de.

Die wichtigsten Eckpunkte des neuen Netzes in Bochum:

  • Im Straßenbahnnetz überwiegt ein 7,5-Minuten-Takt

  • Einführung Straßenbahnlinie 316 zwischen Bochum-Gerthe und Bochum-Hamme

  • Einheitliches Taktschema auf allen Linien

  • Einrichtung von mehr als 50 neuen Haltestellen in Bochum

  • Neues Farbleitsystem im Straßenbahnbereich

  • Optimale Anbindung der S-Bahn-, RE- und RB-Verbindungen an Bus und Straßenbahn

  • Alle Fahrzeuge haben einen niveaugleichen Einstieg

„Wir bringen dich hin!“
Das „Netz 2020“ bietet Nahverkehr aus einem Guss

Vorangegangen ist der Netzumstellung eine mehrjährige Planungsphase, unterstützt von einer externen Planungsagentur und einer umfangreichen Einbindung der Bochumer Bürgerinnen und Bürger. Aber auch zukünftige stadtplanerische Vorhaben sowie der neue Fahrplan im Bereich der S-Bahnen, dem Regionalexpress (RE) sowie der Regionalbahn (RB) wurden berücksichtigt.

Für die Fahrgäste bringt das Netz 2020 zahlreiche Vorteile: Alleine in Bochum gibt es über 50 Haltestellen mehr, alle Stadtteilzentren sind zukünftig durch mehr Direktverbindungen komfortabel erreichbar, die Wartezeit an den Haltestellen verkürzt sich überwiegend durch ein größeres Angebot an Fahrten.

Zu den umfangreichen Neuerungen gehört auch eine neue Nummerierung der Linien. Die neuen Nummern sollen zukünftig bei der Orientierung helfen. Buslinien, die zusammengehören, sind dann auf den ersten Blick zu erkennen. So ergänzen sich zum Beispiel die „Schwester“-Linien 345 und 355 gegenseitig auf wichtigen Abschnitten. Auf diese Weise entsteht trotz eines Grundtaktes von 30 Minuten der einzelnen Linie auf den gemeinsam bedienten Abschnitten durch die Überlagerung der Fahrten ein 15-Minuten-Takt.

An vielen Stationen erleichtert ab Mitte Dezember die farbliche Gestaltung der bekannten Liniennummern der Straßenbahnen im Rahmen eines neuen Wegeleitsystems die Orientierung. Das kommt insbesondere auswärtigen Besuchern zugute.